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Zahlreiche wissenschaftliche Belege unterstützen die Hypothese, dass orale Dysbiosen mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung und Progression extraoraler Pathologien, einschließlich Diabetes mellitus, Arteriosklerose, rheumatoider Arthritis und entzündlicher Darmerkrankungen, assoziiert ist. Der vorherrschende pathophysiologische Mechanismus scheint der translokative Eintritt von Bakterien und/oder deren Produkten (Endotoxinen) sowie proinflammatorischen Zytokinen aus dem entzündeten Parodontalgewebe in den systemischen Kreislauf zu sein.
Neuere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass orale Mikroorganismen, insbesondere parodontopathogene Mikroben, eine signifikante Rolle bei der Induktion einer Dysbiose im mikrobiellen Ökosystem des Darms spielen, was zur Entstehung von pathologischen Zuständen führt, die durch eine solche Dysbiose im Zusammenhang mit systemischen Erkrankungen ausgelöst werden. Umgekehrt wurde eine Dysregulation im mikrobiellen Ökosystem des Darms als negativer Einflussfaktor auf die Pathogenese parodontaler Erkrankungen identifiziert.

Welche Möglichkeiten zukünftig eine adjuvante probiotische Therapie hier darstellen
könnte, soll in diesem Vortrag thematisiert werden.

Referentin: Simone Kumhofer, MMSc.

Sport- und Ernährungswissenschafterin

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