Diabetes und Wunschfigur – warum der Darm mitentscheidet
Die Veranstaltung ist beendet.
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Bei Diabetes ist das Erreichen des Wunschgewichts kein reines Willens- oder Kalorienthema. Blutzucker, Insulinwirkung und Körpergewicht sind nämlich eng miteinander verknüpft und werden maßgeblich durch das Darmmikrobiom beeinflusst. Viele Betroffene erleben, dass klassische Strategien wie Kalorienreduktion oder mehr Bewegung nur begrenzt wirken, obwohl sie konsequent umgesetzt werden. Der Grund liegt häufig nicht im Verhalten, sondern in einer gestörten Stoffwechselregulation.
Ein instabiles Mikrobiom ist häufig mit Insulinresistenz assoziiert, fördert Heißhunger und blockiert die Fettverbrennung. Gleichzeitig beeinflussen Darmbakterien zentrale Hormone wie GLP-1 und PYY, die Sättigung, Appetit und Blutzuckerreaktionen steuern. Chronische, niedriggradige Entzündungen im bzw. ausgehend vom Darm verschlechtern zusätzlich die Insulinsensitivität und halten den Körper im Speichermodus.
Der Vortrag zeigt, warum Wunschfigur und stabile Blutzuckerwerte bei Diabetes nur gemeinsam gedacht werden können. Im Mittelpunkt stehen alltagstaugliche Möglichkeiten wie eine ballaststoffreiche Ernährung, klare Esspausen und feste Routinen. Diese Signale verändern das Darmmilieu messbar, stabilisieren den Blutzucker, verbessern das Sättigungsgefühl und reduzieren Entzündungsprozesse. Ohne Diätmythen und ohne Detox-Versprechen wird verständlich erklärt, warum Darmgesundheit bei Diabetes oft der entscheidende Hebel ist, damit der Körper wieder mitarbeitet.
Referent: Patrick Knötzsch
Apotheker
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